Seit geraumer Zeit wird der Laser in der Medizin eingesetzt und inzwischen ist er auch fester Bestandteil der modernen Zahnheilkunde. Hart- und Weichgewebe bearbeiten, Bakterien verdampfen, Schmerzen reduzieren, Wundheilung fördern, Compliance erhöhen. Einfach, sicher, modern - und zeitsparend.
Der Diodenlaser hat sich auch in allen Bereichen der Zahnheilkunde, die sich mit der Bekämpfung von Biofilmen befassen, hervorragend etabliert. Liegt ein Praxisschwerpunkt auf Implantologie, Endodontologie und Parodontologie und werden zahnärztlich chirurgische Eingriffe in der Praxis durchgeführt, so ist ein Diodenlaser eine gute Wahl.
Siehe auch DZW-Artikel von Dr. Klaus Lotzkat, Hannover: Laser in der Zahnmedizin - Was sie können.
Diodenlaserlicht absorbiert hervorragend in dunklem Material (zum Beispiel in gut durchblutetem Gewebe / Hämoglobin oder auch in Melanin) und ermöglicht so den Einsatz in der zahnärztlichen Chirurgie. Die Schnittführung ist der des Skalpells ähnlich, aber sehr blutungsarm und deutlich schmerzreduziert für den Patienten.
Gerade bei chirurgischen Eingriffen im Bereich der gut durchbluteten Mundschleimhaut kann die Operation durch den Laser blutärmer und weniger traumatisch gestaltet werden.
Einsatzgebiete
Mögliche Einsatzgebiete sind dabei die Entfernung kleiner Tumore und Veränderungen der Mundschleimhaut. Weitere mögliche Anwendungsgebiete sind
In der Implantologie kann Lasertechnologie vielseitig eingesetzt werden, beispielsweise zur Gewebekonditionierung vor der Operation, bei der Gewebedurchtrennung und -formung, zur Dekontamination, zur Behandlung von Periimplantitis und zur Freilegung von Implantaten.
Weichgewebsmanagement
Laser können als "Laserskalpell" eingesetzt werden, um Weichgewebe präzise zu schneiden, zu formen und zu entfernen, was zu weniger Blutungen und einer besseren Wundheilung führt, besonders bei der Freilegung von Implantaten oder der Entfernung von überschüssigem Zahnfleisch.
Dekontamination
Laser können zur Keimreduktion im Bereich des Implantatbettes beitragen, was die Einheilung unterstützt und das Risiko von Infektionen reduziert.
Periimplantitisbehandlung
Laser sind wirksam bei der Behandlung von Entzündungen um Implantate (Periimplantitis), indem sie infiziertes Gewebe entfernen und eine gründliche Reinigung ermöglichen.
Vorbehandlung
Laser können zur Vorbereitung des Implantatbettes und zur Formung des Weichgewebes um das Implantat herum verwendet werden, was eine bessere Passform und Stabilität des Implantats ermöglicht.
Vorteile des Lasereinsatzes in der Implantologie
Präzision: Laser ermöglichen sehr präzise Schnitte und Gewebeablation, was zu weniger Gewebeschäden und einer schnelleren Heilung führt.
Blutungsarmut: Die blutstillende Wirkung des Lasers reduziert Blutungen während des Eingriffs und fördert eine schnellere Wundheilung.
Sterilisation: Laser können Bakterien und Keime im Operationsgebiet abtöten, was das Infektionsrisiko senkt.
Schmerzreduktion: Durch die geringe Gewebeschädigung und die oft schnellere Heilung können Schmerzen nach dem Eingriff reduziert werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Laser in der Implantologie eine wertvolle Ergänzung zu traditionellen Methoden darstellen und viele Vorteile bieten, insbesondere in Bezug auf Präzision, Blutungsarmut, Sterilisation und Schmerzreduktion.
In der Parodontologie sind die Eingriffe per Laser verglichen mit konventionellen Behandlungen häufig schmerzfreier und blutärmer. Der Laser ermöglicht die Entfernung des Entzündungsgewebes sowie eine Verminderung der Erreger im Bereich des Zahnhalteapparats. Auch bei Periimplantitis können keimbesiedelte Oberflächen mit dem Diodenlaser bestrahlt und damit dekontaminiert werden. Dabei werden die Keime durch den photothermischen Effekt abgetötet. Leistung und Applikationsdauer des Laserlichtes werden immer so gewählt, dass es nicht zu thermischen Schäden an Pulpa und Knochen oder Hartsubstanz kommt.
Parodontose-Behandlung notwendig
Entscheidend ist bei einer Laserbehandlung in der Parodontologie aber nach wie vor die konsequente Beachtung und Umsetzung der bewährten Maßnahmen zur Behandlung der Parodontose, wie die Verbesserung der Mundhygiene, die Entfernung von Zahnbelägen oder auch die richtige Zahnpflege.
Eine Endodontie (Behandlung des Wurzelkanals) wird durchgeführt, wenn folgende Situationen vorliegen:
Behandlung
Der Sinn einer Endodontie liegt in einem bakteriendichten Verschluss des Zahns nach "oben und unten", also an der Wurzelspitze und zur Mundhöhle hin. Bei starker Keimbesiedlung in den Wurzelkanälen von nervtoten Zähnen lassen sich mit dem Laser häufig auch sonst schwer behandelbare Zähne therapieren.
Liste der Laser-Anwendungen in der Zahnmedizin
Softlaser-Therapie
Implantologie
Parodontologie
Weichgewebschirurgie
Diverse
Weiterlesen: Patienten-Vorteile
Weiterlesen: NEU: Die Dentosophie
ORALIA wurde 1980 in Konstanz am Bodensee gegründet und ist ein deutsches Medizintechnik-Unternehmen, spezialisiert auf medizinische und therapeutische Lasergeräte.
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